Ausbildung

Wie werde ich Tätowierer?

Da diese Frage seit „Miami Ink“ und Co. immer wieder gestellt wird, wollen wir diese hier einmal kurz und knapp beantworten:
Wir bilden zur Zeit in unserem Studio niemanden aus und haben zur Zeit auch keinen Platz dafür.
Aus diesem Grund müssen wir aktuell ausnamslos alle Anfragen mit einer klaren Absage beantworten, ohne die Hinterfragenden damit grundsätzlich vor den Kopf stoßen zu wollen.

Ab ca. 2018 können wieder ernsthafte Fragen nach einer Ausbildung gestellt werden.

 

Wichtige Hinweise zum Thema

Der richtige Weg zum Beruf des Tätowierers

Wir hoffen nicht, dass Ihr auf irgendwelche Wochen- oder Wochenendkurse hereinfallt, die preislich um die 600 bis 2000 Euro liegen, in denen Ihr entweder nichts oder nur wenig Relevantes lernen würdet.
Es gibt in unserem Gewerbe keine „Diplome“, „Zertifikate“ oder ähnliches. Alles Humbug und nur wieder eine Marktlücke als Zeichen der Zeit.
Findige Geschäftsleute haben da einen schnellen Markt aufgetan, bei denen Ihr ein wenig Theorie sowie ein bisschen Praxis in Form von Schweinehaut bekritzeln oder Probieren am selbst mitgebrachten besten Kumpel „erlernen“ könnt.

Spart Euch dieses Geld!

infos_ausbild01Wenn Ihr diesen Job wirklich erlernen wollt, dann geht mal tief in Euch und überlegt, ob ihr genügend zeichnerisches Talent mitbringt und soviel Geduld aufweist, um eine unentgeltliche 3jährige Ausbildung in einem seriösen Tattoostudio „durchzustehen“.
Das bedeutet nämlich: Tresendienst, Putzkraft, Umgang und Beratung der Kundschaft, monatelanges Löten von Nadeln, Maschinenbau, Matritzen erstellen usw. usw., bis man dann nach ca. 2 Jahren so langsam auf ausgesuchte und vorher instruierte Kunden losgelassen wird (ohne auch nur einen Pfennig Geld) unter ständigem Nörgeln des Lehrmeisters, weil man ja bekanntlich am Anfang viel falsch macht.
Wenn das Euer innigster Wunsch ist, diesen Weg zu bestreiten und Euren Willen in der Ausbildung täglich zu beweisen, dann habt Ihr verstanden, worum es eigentlich geht und Ihr könnt getrost Eure Zeichenmappe nehmen und Euch damit in guten und seriösen Tattoostudios als Lehrling bewerben und bei Bedarf und Sympathie wird Euch dann auch einer in seine Obhut nehmen.

Alle anderen, die das kurzzeitige Fieber ihres neuen Berufswunsches nur durch „Miami Ink“ und Co. gepackt hat, sollten sich mal längere Zeit auf Tattooconventions, Veranstaltungen oder in ihnen bekannten Studios „herumtreiben“, sich mit dem Tätowieren und den Tätowierern allgemein auseinandersetzen und genau überlegen, ob sie den angestrebten Beruf nicht etwas unterschätzen.
Der Job des Tätowierens hat nicht viel mit sogenanntem „Lifestyle“ zu tun und bedarf schon gewisser Ernsthaftigkeit. Man hat extrem viel Verantwortung seinen Kunden gegenüber zu tragen und wie bei jedem anderen Job gibt es auch hier nicht nur positive Seiten. Den täglichen Stress, der damit zusammenhängt, sieht man im Fernsehen leider nicht …

Alles das hier soll natürlich nicht abwertend klingen, sondern zum Nachdenken anregen.